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Was ist Biometrie ? |
| Bei der Biometrie geht es
darum Personen anhand eindeutiger Merkmale wie Fingerabdruck oder Sprache
wiederzuerkennen |
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Der Begriff Biometrie setzt
sich aus den Wörtern Bio und Metrie zusammen. Bio heisst auf den Menschen
bezogen, und Metrie oder besser Metrik bedeutet Vermessung. Der Computer hat
dabei die Aufgabe, Personen anhand eindeutiger Merkmale wie Fingerabdruck
oder Sprache wiederzuerkennen. Erreicht wird dies, indem der Computer zuerst
für jede Person einen Referenzdatensatz (auch Referenz-Template genannt)
aufnimmt und speichert. Dieses Template dient als Referenz bei späteren
Vergleichsvorgängen. Soll eine Person wiedererkannt werden, dann wird ein
Vergleichsbild des Merkmals aufgenommen und mit dem gespeicherten
Referenz-Template verglichen. Stimmen beide in einem gewissen Maße überein,
gilt die Person als erkannt, ansonsten wird sie abgewiesen. Zu beachten ist,
dass das Referenz-Template und das Vergleichsbild niemals hundertprozentig
gleich sein können. Die Aufnahme des Merkmals beruht auf einer Messung, und
Messungen weisen immer Messfehler auf, die abhängig von der Messumgebung,
vom Messobjekt und vom Messgerät sind. |
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Die bekanntesten biometrischen
Verfahren sind Fingerabdruckerkennung, Irisscan, Retinascan,
Handgeometrieerkennung, Gesichtserkennung, Spracherkennung sowie
Unterschrifterkennung. |
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Identifikation und
Verifikation |
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Biometrische Systeme werden
vorwiegend zur Identifikation oder zur Verifikation von Personen eingesetzt.
Der Unterschied liegt darin, wie das biometrische Merkmal verglichen wird.
Bei der Identifikation wird das aus dem Merkmal erzeugte Template mit n
anderen, in einer Datenbank gespeicherten Referenz-Templates verglichen (1
zu n Vergleich). Das System weiß von vornherein nicht, um welche Person es
sich handelt. Ist die Ähnlichkeit mit einem gespeicherten Merkmal genügend
groß, dann war die Identifikation erfolgreich. Bei der Verifikation hingegen
wird überprüft, ob eine Person wirklich die ist, für die sie sich auszugeben
versucht, es erfolgt ein 1 zu 1 Vergleich. Das System muss also vorher
wissen, mit welchem Template zu vergleichen ist. Ist die Ähnlichkeit beider
Merkmale genügend groß, dann war die Verifikation erfolgreich. Um dem System
die Identität einer Person mitzuteilen, muss entweder eine PIN eingegeben
werden (bei Speicherung des Templates in einer gemeinsamen Datenbank), oder
aber es wird eine Chipkarte verwendet, auf der das Template gespeichert ist. |
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Systemaufbau |
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Ein biometrisches System besteht aus mehreren Komponenten. Das vom Sensor
aufgenommene biometrische Merkmal wird zuerst digitalisiert, um dann mit
Hilfe der Bildverarbeitung die für eine Person charakteristischen Merkmale
(beim Fingerabdruck auch Minutien genannt) zu extrahieren. Je nach Verfahren
gibt es bis zu 300 charakteristische Merkmale. Diese Merkmale werden dann
entweder als Referenzdatensatz, auch Referenz-Template genannt, gespeichert,
oder aber mit einem bereits existierenden Referenz-Template verglichen. Bei
genügend großer Übereinstimmung wird dann der Zugang gewährt. |
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Die Speicherung des Templates
erfolgt bei der Identifikation in einer Datenbank. Bei der Verifikation kann
das Template auch auf dem Chip einer Chipkarte gespeichert werden, da hier
immer nur ein 1 zu 1 Vergleich durchgeführt wird. |
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Wenn eine neue Person ein
biometrisches System benutzen soll, sind immer zwei Schritte notwendig.
Zuerst muss das Referenz-Template generiert werden. Dabei werden meist
mehrere Referenzdatensätze aus den Sensordaten generiert und
superpositioniert. Dieser Vorgang wird auch Enrollment-Prozess genannt. Wenn
das Merkmal konstant ist wie etwa der Fingerabdruck, muss die Erstellung des
Templates nur einmalig erfolgen. Ansonsten muss das Template entweder nach
einer bestimmten Zeit neu generiert werden, oder es wird automatisch durch
adaptive Algorithmen bei der Anmeldung erneuert. Bei Verletzungen, die das
biometrische Merkmal beeinflussen (Schnittverletzungen des Fingers), muss
das Template ebenfalls erneuert werden. Aus dem Template lassen sich keine
Rückschlüsse auf die zugehörige Person schließen. |
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Ist der Enrollment-Prozess
abgeschlossen, kann die Person sich am System anmelden. Dazu werden wieder
die Sensordaten ausgewertet und diesmal mit dem vorher gespeicherten
Referenz-Template verglichen. Je nach Übereinstimmung wird die Rückantwort
positiv oder negativ ausfallen. Der Entscheidungsprozess ist stark abhängig
von den eingestellten Parametern und wirkt sich direkt auf die Kenngrößen
FAR und die FRR aus. |
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Sicherheit biometrischer
Verfahren |
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Die Sicherheit biometrischer
Verfahren hängt ab vom biometrischen Merkmal, vom Sensor sowie von der
Sicherheit des Systems das nach dem Sensor folgt. |
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Autor: Dipl. Ing. Wolfgang Goller |
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